Archiv für Juli 2014

Neue Färbungen mit ganz neuen Möglichkeiten

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Ab sofort ist es mir auch möglich, lange Farbverläufe zu färben. Ganz bewusst, gerne nach Vorgabe.
Oben seht Ihr die ersten Test-Färbungen, auf 6-fach Sockenwolle und auf Merino-Garn mit Lurex silber.
Solche langen Farbverläufe sind sehr gut für Tücher geeignet, denn der Farbwechsel verläuft fliessend. Im Gegensatz zu gewickelten Verläufen, oftmals Lace-Garnen, welche meist aus Fertig-Ware zusammengestellt werden und die Farbwechsel durch Knoten entstehen, läufen meine langen Verläufe ohne Knoten und die Farben gehen langsam ineinander über.
Für größere Projekte ist es mir möglich, eine Strang mit der Wunschlänge anzufertigen, ohne Knoten.
Im Laufe der Zeit wrd es neben den Atelier Zitron-Garnen “High Twist” sowie “Trekking 4-fach” weitere Konen-Garne geben, sodass ich auch die anderen Qualitäten nach Wunschmenge färben und wickeln kann.

 

 

Infos zu Sockengarnen

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Ein bisschen Aufklärung zm Thema Sockenwolle:
Es gibt sie in 4-fach, 6-fach und 8-fach.
Dies sagt aus, wieviele Einzelfäden miteinander verzwirnt sind. Nicht mehr und nicht weniger!

Die Qualitätsangaben entnehmt ihr der Micron-Angabe (Abkürzung mic), welche namhafte Hersteller auch offen darlegen.
Standard-Sockengarn kann bei einem Wert bis zu 34 Micron liegen, die guten Qualitäten liegen aktuell im Bereich zwischen 19 und 20,5 Micron. Es bezeichnet die Feinheit der einzelnen Faser. Je feiner, umso weicher!
Der Bereich 19-20,5 mic wird als “extrafein” bezeichnet und darf nur verwendet werden, wenn der Hersteller dies belegen kann!
Die Beimischung von Polyamid dient zur Stablilisierung des Sockens (oder andren Strickstückes), da dieser beim Tragen (der Socken) mehr als andere Strickstücke Reibung ausgesetzt ist.
“Superwash”-Ausrüstung ist ein technischer Vorgang (“Hercosett-Verfahren”), womit gewährleistet wird, dass die Wolle auch in der Waschmaschine nicht verfilzt.
Beim Hercose-Verfahren wird den Schuppen der Wolle durch teilweises Ablösen erschwert, sich zu verhaken und die Verfilzung auszulösen. Auf die Fasern des Woll-Kammzuges (Vorstufe vor dem Spinnprozess) wird mit einem Polyamid-Epichlorhydrinharz ein waschbeständiger Film aufgelegt, der sich reaktiv mit den Aminogruppen des Wollkeratins verbindet. Derart behandelte Wolle ist wesentlich unempfindlicher und für eine milde Haushaltswäsche in der Waschmaschine durchaus geeignet.
Auch solltet ihr auf die Zusammensetzung achten: Eine Angabe von “Wolle” sagt nach aktueller Vorschrift nur aus, dass es ein Wollprodukt ist. Die Wolle KANN von der Schur am lebendigen Schaf stammen, aber auch ein Abfall- / Nebenprodukt (bei der Schlachtung z.B. ) sein. Füllwollen, Dämmwollen etc. nennt man “Wolle” – also eine minderwertige Qualität.
Die Bezeichnung “Schurwolle” MUSS laut Gesetzgeber von der Schur am lebendinge Schaf stammen. Einem natürlichen Vorgang, welchem die Schafe je nach Rasse 1-2 mal jährlich unterzogen werden.
Zusatz-Bezeichnungen wie z.B. “Merino” sollen anzeigen, von welcher Schafrasse die Wolle stammt. Es gibt allerdings noch viel mehr Schafrassen, deren Wolle zur Verarbeitung mittels Häkeln oder Stricken geeignet ist (Falkland, Gotland, Eiderwolle, Weisskopf etc.).

Wünsche Euch ein schönes Wochenende!!!

© by Iris Simon – MaschenMaus.de